Radarkasten-Gedenkstätte, Wahlen und Frauentag
Herzlich willkommen zu Kärnten Aktuell, mit folgenden Themen: Wirtschaftskammer bleibt schwarz, Gedenkstätte für Radarkasten und internationaler Frauentag.
Wirtschaftskammerwahl 2010
Der Wirtschaftsbund ist der große Gewinner der Wirtschaftskammerwahl in Kärnten. Das Team um Präsident Franz Pacher konnte nicht nur die absolute Mehrheit halten, sondern diese sogar ausbauen. Die Wahlbeteiligung war aber so gering wie noch nie.
Die Wirtschaftskammerwahlen in Kärnten sind geschlagen. Erleichterung bei Präsident Franz Pacher vom Wirtschaftsbund, Ernüchterung dafür beim Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibende um Matthias Krenn.
Die Ergebnisse im Detail:
Der Wirtschaftsbund kommt auf 61,70 Prozent der Stimmen. Ein Plus von 8,6 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl im Jahr 2005. Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender kann nur 21,1 Prozent der Stimmen verzeichnen. Das ergibt ein sattes Minus von 7,8 Prozentpunkten.
Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband erreicht 11,79 Prozent und bleibt damit knapp unter den 12 Prozent aus dem Jahr 2005.
Und die Grüne Wirtschaft kommt auf 4,06 Prozent der Stimmen. Das ergibt einen Zuwachs von 1,06 Prozentpunkten.
Der Wirtschaftsbund mit Franz Pacher an der Spitze kann seine absolute Mehrheit also weiter ausbauen. Schwer enttäuscht der RFW Kärnten. Er hat sein Wahlziel, die absolute Mehrheit des Wirtschaftsbunds zu brechen, klar verfehlt.
Diese war bei der Wirtschaftskammerwahl so niedrig wie noch nie. Gingen im Jahr 2005 noch 45 Prozent der Unternehmer zur Wahl, so waren es diesmal nur 35,9 Prozent. Also knapp mehr als ein Drittel der Unternehmer. Zufrieden gibt sich der Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband. Als Gewinner sieht sich die Grüne Wirtschaft. Sie haben als einzige Fraktion nicht nur prozentuell, sondern auch stimmenmäßig zugelegt.
Mit diesem Ergebnis hält der Wirtschaftsbund nun in allen neun Bundesländern die absolute Mehrheit .
Aus für Radarfalle
Ein Geländewagen fährt gegen einen Radarkasten. Danach war von der Radarfalle in Klagenfurt nicht mehr viel übrig. Der Platz, wo er stand, hat sich jetzt fast schon zu einer Pilgerstätte entwickelt. Wir haben den Radarexperten des Landespolizeikommandos zum Ort des Geschehens begleitetet und gefragt, wieviele der Blitzgeräte es in Kärnten gibt und wieviele scharf sind.
Kerzen und Blumen für einen umgefahrenen Radarkasten. Dieser Gehsteig in der Universitätsstraße in Klagenfurt hat sich binnen Tagen zu einer Gedenkstätte entwickelt. Die Autofahrer scheinen den Radarkasten zu vermissen. O-TON: Gerhard Lins, Chefinspektor Landesverkehrsabteilung Kärnten Von den Radargeräten geblitzt zu werden, ist allerdings nicht einmalig. Rund 300.000 Autos in Kärnten kamen allein im Jahr 2009 zu ihrem Foto. O-TON: Gerhard Lins Machen wir einen Blick auf die Kärntner Radarfallen-Landkarte: In der Landeshauptstadt Klagenfurt sind derzeit 24 Blitzgeräte aufgestellt. Im Bezirk Klagenfurt Land sind es derzeit 6. In der Stadt Villach müssen die Autofahrer auf 23 Radarfallen aufpassen. Im Bezirk Villach Land warten 6 davon auf ihren Einsatz. 5 Radargeräte sind im Bezirk St. Veit aufgestellt. Im Bezirk Feldkirchen sind 2 Radarfallen postiert. Nur eine Radarfalle gibt es zurzeit Im Bezirk Völkermarkt. Der Bezirk Hermagor kann mit zwei Blitzgeräten aufwarten. 10 davon sind im Bezirk Spittal einsatzbereit. (Quelle: szdb.info)
Alle Angaben sind natürlich ohne Gewähr.
Frauentag 2010
Der Internationale Frauentag am 8. März wurde zwar schon im Jahr 1910 eingeführt. Trotzdem gibt es auch 100 Jahre später noch eine gläserne Decke, die den Weg von Frauen in das gehobene Management verhindern. Wie diese durchbrochen werden könnte, war Thema einer Pressekonferenz zum internationalen Frauentag.
Frauen in Führungspositionen sind in Kärnten nach wie die große Ausnahme. In der Landesregierung selbst sitzt keine einzige Frau. Der internationale Frauentag steht unter dem Motto: "Die gläserne Decke durchbrechen - Scherben bringen Glück".